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Die Geschichte der Reischach-Realschule"
In Immendingen bestand schon sehr früh der Wunsch nach einer
"höheren
Schule”. So kam es bereits 1955 unter Bürgermeister Dr. Jäkle
und
Rektor Hans Weiler zur Einrichtung eines ”Mittelschulzuges”, der jedoch
nach
zwei Jahren aufgelöst und als Sprachklasse weitergeführt
wurde.
Das starke Bevölkerungswachstum Immendingens nach dem Krieg -
neben dem
Zuzug kinderreicher Flüchtlingsfamilien, brachte die Einrichtung
der
Garnison ab 1959 weiteren Zuwachs - führte dann ein Jahrzehnt
später
zu einem erneuten Versuch der Gründung einer Mittelschule, dem nun
mehr
Erfolg beschieden war.
Im Dezember 1964 stimmte das Kultusministerium im Einvernehmen mit dem
Finanzministerium
den Bitten bzw. Anträgen von Gemeinderat, Bürgermeister,
Schulamt
Villingen, Eltern und Schulleitung um Einrichtung eines neuen
Mittelschulzuges
an der Volksschule in Immendingen zu.
Bereits nach Ostern 1965, also schon vor der Schuleinweihung, zog dann
die
erste Klasse der künftigen Realschule mit 45 Jugendlichen und
ihrem
Klassenlehrer Erich Acker in den soeben fertiggestellten Neubau der
heutigen
Grund- und Hauptschule (Schlossschule) ein.
Die ersten Jahre der jungen Realschule waren gekennzeichnet durch einen
sehr
starken Lehrermangel. Unterricht musste ausfallen, und mehr als einmal
verursachte
die Immendinger Lehrersituation Schlagzeilen in den Zeitungen.
Trotzdem entwickelte sich die neue Schulart in Immendingen sehr
erfreulich.
Das Interesse der Elternschaft und der Kinder nahm immer mehr zu und am
9.9.1969
wurde die Schule mit sechs Klassen und 197 Jugendlichen
selbständig.
Durch die Einführung des neunten Schuljahres, die Auflösung
der
bisherigen Schulen in Zimmern, Hintschingen, Mauenheim, Hattingen und
Ippingen
sowie die Gründung der Realschule war auch das schöne neue
Schulgebäude
bald zu klein. So entstand der Wunsch nach einem eigenen
Realschulgebäude.
Unter Leitung des Architekten Otto Thoss aus Waldshut entstand in der
ersten
Amtsperiode des neuen Bürgermeisters Helmut Mahler das neue
Realschulgebäude,
dessen Gesamtherstellungskosten sich mit der Einrichtung auf ca. 3,6
Mio.
DM beliefen. Am 10.10.1975 konnte das architektonisch gelungene und
zweckmäßige
Bauwerk eingeweiht und bezogen werden.

Die Schülerzahlen der neuen Realschule wuchsen in den folgenden
Jahren
weiter und erreichten unerwartete Höhen. Die junge Schule drohte
trotz
des eigenen Gebäudes aus den Nähten zu platzen. Im Schuljahr
1979/80
wurde mit 15 Klassen und 421 Jugendlichen der Höchststand
erreicht.
Die zurückgehenden Geburtenzahlen führten inzwischen zu einer
Abnahme
der Schülerzahl. Im Mai 1995 besuchten 295 Jugendliche die 13
Klassen
der hiesigen Realschule. Die rückläufige Schülerzahl
ermöglichte
die Einrichtung deutlich kleinerer Klassen mit durchschnittlich knapp
23
Jugendlichen sowie die Einrichtung weiterer Fachräume, z.B. einen
gut
ausgestatteten Informatikraum.
Seit dem 1.03.1985 steht den Immendinger Schulen und den Vereinen
nördlich
neben der Realschule eine schöne und zweckmäßige,
dreiteilbare
Großsporthalle mit Gymnastikraum zur Verfügung, die für
den
Schulsport ideale Voraussetzungen bietet.
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