Themenorientiertes Projekt - Soziales Engagement (SE)



TOP SE an der Reischach-Realschule

Themen für Projektaktionen
  • Sozial-Praktikum im Kindergarten
  • Soziales Praktikum im Pflegeheim & Seniorenstift
  • Lesepaten an der Hornbergschule
  • Streitschlichter
  • Private Nachbarschaftshilfe & AKA-Team & Seniorenbetreuung
  • DRK Immendingen

Ablauf des TOP SE
  1. Einführung in das TOP SE
    - 3 Kompakttage
    - 4 Themenbereiche: Die Projektmethode; Sozial sein - warum?;  Dokumentation - Projektordner; Reflexion - Mein Sozialverhalten, meine Stärken/Schwächen
  2. Durchführung
    - Durchführung der gewählten Aktion in unterrichtfreier Zeit
    - Dokumentation im Projektordner
  3. Reflexion
    - Vorbereitung der TOP SE Reflexion
    - Abgabe des Dokumentationsordners
    - Reflexionsgespräche
  4. Testat mit Verbalbeurteilung und Ziffernote - Zeugnisbeilage!


Übersicht über die Themen mit Bezug zum Bildungsplan
  1. Die Projektmethode
    -
    Lernen und Arbeiten in den verschiedenen Phasen eines Projekts
    -
    (Wiederholung und Vertiefung aus TOP TA)
  2. Sozial sein – warum?
    -
    S. begreifen ihre Klassen- und Schulgemeinschaft als soziales Gefüge und lernen förderliche Einwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für die Gemeinschaft kennen und einsetzen
    -
    für andere verlässlich Verantwortung im ehrenamtlichen Bereich (Schule, Verein, Kirche, Gemeinde...) übernehmen
  3. Dokumentation – Projektordner
    -
    Tagesberichte mit eigener Stellungnahme: ausformulieren der Tagesberichtsstichpunkte im Berichtstil; Inhalte der Stellungnahme
    -
    S. reflektieren und dokumentieren ihr soziales Engagement
  4. Reflexion – Mein Sozialverhalten; Meine Stärken/Schwächen (s. Lions-Quest)
    -
    eigene soziale Fähigkeiten erkenne (Selbsteinschätzung) und für andere einsetzen
    - über den persönlichen Gewinn reflektieren

Übersicht der Termine im Schuljahr 2011/12

  • Kompakttage: Di. 20.September 2011, Di. 25.Oktober 2011, Di. 27 .März 2012
  • Entscheidung für Projektaktion und Bewerbung bis 28.Oktober 2011 (Herbstferien)
  • Durchführung bis spätestens 18.April 2012 (nach den Osterferien)
  • Ordnerabgaben: 16.Dezember 2011 (Formkontrolle), 13.Februar 2012 (Inhaltskontrolle), 2.Mai 2012 (Endabgabe)
  • Reflexionsgespräche: 11.-15.Juni 2012 (1.Woche nach den Pfingstferien)

Daniela Stoffler




Streiten gehört zum "Miteinander umgehen"
Streitschlichtung an der Reischach-Realschule

Auch im Schuljahr 2009/2010 wurden - wie in den letzten Jahren - im Rahmen des SE-Projekts Schüler und Schülerinnen der 7. Klassen zu Streitschlichtern ausgebildet. Die Neuen Paare sind: Lukas Rapp & Jonas Bludau, Stefanie Schmidt & Selina Wagner, Ramona Frank & Matthias Jochum, Can Celik & Fabian Krall.

Mediatoren
Das sind unsere Streitschlichter

Konfliktlösung im Schulalltag
Konflikte zwischen Schülern gibt es tagtäglich. Es wird geschubst, gerempelt, Sachen von anderen werden beschädigt, es wird gelästert und ausgegrenzt - um nur einige Beispiele zu nennen. Aus Zeitnot werden viele dieser Konflikte zwischen „Tür und Angel" geregelt. Selten werden befriedigende Lösungen gefunden. Oft wird eine Art „Waffenstillstand" oder nur eine Verlagerung des Konflikts erreicht (z.B. nach der Schule oder andere Personen werden mit in den Konflikt hineingezogen). Häufiger gibt es aber auch Bestrafungen des vermeintlich „Schuldigen". Der Vorfall scheint zunächst geregelt, da aber der Konfliktherd nicht beseitigt wurde, kann der Streit bei der nächsten Gelegenheit wieder aufflackern. Ein Weg, wirksamere Konfliktregelungen zu erreichen, ist die Streitschlichtung durch Schüler.

Schüler vermitteln als Unparteiliche in Streitfällen zwischen Mitschülern
Ziel ist nicht, den „Schuldigen“ zu ermitteln, sondern vielmehr den Konfliktparteien Hilfe anzubieten, damit sie ihren Streit selbständig lösen können. Eine Grundannahme der Vermittlung bzw. Streitschlichtung ist, dass die Beteiligten sich eher an Abmachungen halten, die sie selbst ausgearbeitet haben. Schüler, die einen Konflikt mit Hilfe der Streitschlichter untereinander gelöst haben, können sich wieder begegnen. Keiner hat verloren sodass niemand  Gelegenheiten suchen muss, Rache zu nehmen.
Streitschlichtung ist ein Verfahren mit festem Ablauf und Regeln. So erhalten z.B. beide Streitparteien die Möglichkeit, die Situation aus ihrer Sicht darzustellen. Die Streitschlichter wiederholen, fassen zusammen, fragen nach, vermitteln, ergreifen aber niemals Partei oder fällen ein Urteil.  Im Laufe der Vermittlung sollen sich die Streitparteien über ihre Interessen, Gefühle und Bedürfnisse, die mit dem Streit in Verbindung stehen, bewusster werden und nach einer fairen und umsetzbaren Lösung für die Zukunft suchen. Die mögliche Lösung, auf die sie sich letztlich einigen, wird in einem Vertrag schriftlich festgehalten. Das Gespräch findet in einem ungestörten Raum statt und wird absolut vertraulich behandelt, d.h. weder die Streitschlichter noch die Konfliktparteien dürfen das, was im Streitschlichterraum besprochen wurde, anderen Personen berichten.

Die Streitschlichterausbildung
Die Streitschlichterausbildung findet hauptsächlich im Rahmen des Projekts „Soziales Engagement“ statt und dauert mindestens eine Woche. Da diese Projektwoche nicht ausreicht um Gesprächsbedürfnisse, die sich vor allem anschließend aus der alltäglichen Praxis ergeben, zu besprechen, finden regelmäßig Nachtreffen bzw. Auffrischungskurse statt. Ziel der Streitschlichterausbildung ist unter anderem die Entwicklung folgender personaler und sozialer Fähigkeiten:
  • Selbstvertrauen und Einsicht durch Verantwortungsübernahme und Wertschätzung eigener Fähigkeiten
  • genaues Zu- und Hinhören
  • eigene Bewertungen zurückhalten (neutrale Sicht wahren)
  • Stimmungen und Gefühle bei sich und anderen „orten“
  • Bewusstheit über eigene Körpersprache

Die oben genannten persönlichkeitsbildenden Fähigkeiten sind nicht zuletzt für die Streitparteien bedeutsam. Gelingt es erst einmal für einen Konflikt Lösungen selbständig zu finden, wächst das Vertrauen bei den Streitenden, auch in Zukunft die erfolgreiche Strategie (ohne Hilfe) anzuwenden.

Wie erreiche ich die Streitschlichter?
Der einfachste Weg ist, mit Frau Scharpf oder Frau Hotaki, die das Projekt betreuen, in Kontakt zu treten. Sie kümmern sich um alles Weitere. Selbstverständlich können sich die Betroffenen oder Personen, die von dem Streit erfahren, auch direkt an die Streitschlichter wenden. Die Streitschlichtung selbst findet entweder in der großen Pause oder zu einem persönlich vereinbarten Termin im Streitschlichterraum (Bibliothek) statt. Soviel Zeit ist immer drin!

Elena Hotaki / Ingrid Scharpf



Soziales Engagement im Seniorenstift Möhringen


Felix Herbst, Max Bornmann und Holger Sterk - wir drei Jungs aus der 7a haben uns entschieden, unser Projekt „Soziales Engagement“ im Schuljahr 2009/10 im Seniorenstift Möhringen zu verbringen. Außer uns haben noch Sarah Vetter und Lars Deusch aus der 7c ihr Praktikum dort durchgeführt.
Wir waren sehr gespannt, was uns dort erwarten würde. Unseren ersten Projekttag verbrachten wir in den Herbstferien im Seniorenstift. Empfangen wurden wir von der Heimleiterin Frau Thoma.
Zunächst erklärte Frau Thoma uns, wie wir uns den Senioren gegenüber verhalten sollten. Sehr wichtig war es, die Senioren nicht als Patienten zu bezeichnen und zu sehen sondern als Bewohner. Daraufhin führte Frau Thoma uns durch die Einrichtung und stellte uns den Bewohnern und Mitarbeitern vor. Erste Aufgaben wurden uns auch zugeteilt. So durften wir zunächst den Mitarbeitern in der Küche helfen und Kaffee kochen, die Spülmaschine ein- und ausräumen, den Tisch decken und das Essen für die Bewohner auftragen.
Nachdem wir mit diesen Arbeiten fertig waren, besprachen wir, in welcher Form wir uns um die Senioren kümmern durften. Wir wollten uns dabei mit unseren Fähigkeiten einbringen und schlugen deshalb verschiedene Dinge vor, die wir bei den nächsten Treffen mit den Bewohnern machen wollten, z.B.:
  • Akkordeon und Mundharmonika vorspielen
  • St. Martinsgeschichte vorlesen und spielen
  • Weihnachtslieder singen und Weihnachtsplätzchen backen
  • Fensterbilder basteln
  • Aus Zeitungen vorlesen
  • Gesellschaftsspiele spielen
  • Die Bewohner zu einer Filmvorführung durch das Haus begleiten
Für uns war es zunächst sehr ungewöhnlich, mit Menschen Zeit zu verbringen, die überwiegend an Demenz erkrankt waren und sich daher an vieles, gerade auch alltägliche Dinge, nicht erinnern konnten. Eine Bewohnerin hat z.B. immer laut vor sich hin geredet und manchmal ihre Puppe geschlagen. Nicht mit allen Bewohnern konnte man sich unterhalten – das war seltsam für uns und wir mussten uns erst daran gewöhnen. Mit der Zeit jedoch fiel uns das leichter und wir waren froh, dass wir als Gruppe im Seniorenstift waren. Wir haben viele neue Eindrücke mitgenommen und besondere Erfahrungen gemacht, sodass es für uns ein Glücksfall war, das SE-Projekt im Seniorenstift Möhringen zu verbringen. Und deshalb gehen wir auch seit Ablauf des SE-Praktikums weiterhin in den Seniorenstift und bringen uns dort ein.
Vielen Dank an dieser Stelle an die Heimleiterin Frau Thoma und den Mitarbeitern für die freundliche Aufnahme und große Unterstützung.

Felix Herbst, Max Bornmann, Holger Sterk

Für ihr außerordentliches Engagement im Seniorenstift Möhringen über das Projekt „Soziales Engagement“ hinaus erhielten Felix Herbst, Max Bornmann, Holger Sterk, Sarah Vetter und Lars Deutsch 2010 den Sozialpreis des Fördervereins der Reischach-Realschule.




Schüler helfen Schülern beim Lesen

Lesepatenschaft zwischen Schülern der Reischach-Realschule und der Hornenberg-Förderschule

Im Oktober 2008 startete die Reischach-Realschule zusammen mit der Hornenberg-Förderschule eine besondere Form der Kooperation. Einmal wöchentlich, immer montags von 14:00-15:30 Uhr sind Schüler der 7.Klassen der Reischach-Realschule als Lesepaten in der Hornenbergschule aktiv.
Diese Kooperation findet im Rahmen des Projekts „Soziales Engagement“ statt. Dabei suchen sich Schüler der 7.Jahrgangsstufe an Realschulen aus einem Angebot an sozialen Aktionen eine Arbeit aus, die sie mindestens 20 Stunden lang praktisch durchführen. Wünschenswert ist eine solche Kooperation auch außerhalb des Projekts „Soziales Engagement“ in der Form, dass einzelne Schüler der Reischach-Realschule über einen gewissen Zeitraum als Lesepaten in der Hornenbergschule tätig werden.Lesepatenschaft im SE-Projekt
Als Lesepaten 2008/2009 waren tätig: Stefanie Blatter, Liesa Braun, Seraina Bödeker, Sabrina Jenke, Monika Kliese, Corinna Merz und Elena Schilling (siehe Bild rechts).

Die Lesepaten 2009/2010 sind: Sean Fischer, Patrizia Matzner, Levke Schoner, Sandra Butschle, Anja Reichmann, Tatjana de Pue, Jessica Saleyka, Simone Huber, Linus Stärk, Silvana Fink und Florent Berisha.

Wie sieht die Arbeit der Lesepaten genau aus?

Einzelne Schüler der Klassen 1-8 der Förderschule haben ihren persönlichen Realschullesepaten. Manche Schüler der Hornenbergschule haben sogar zwei Lesepaten. Diese hören ihnen in ungestörter Atmosphäre beim Lesen zu, lesen selbst vor, helfen bei Leseschwierigkeiten mit gezielten Lesespielen und Lesestrategien, oder versuchen Texte inhaltlich zu „knacken“, indem gemeinsam über das Gelesene gesprochen wird. Das Thema der Leseeinheit mit den älteren Förderschülern ist derzeit „Zeitung“ sowie das Lesen von selbst ausgesuchten Büchern. Mit den jüngeren Schülern steht die Lektüre des Buches “Fliegender Stern“ auf dem Programm. Im Vordergrund steht hierbei eindeutig die Lesemotivation. Z.B. sich bei der Auswahl der Lektüre auf die Leseinteressen der Förderschüler einzulassen oder erst einmal über alles Unverstandene hinweg zu lesen, da man nicht immer jedes einzelne Wort verstehen muss. In Verbindung mit der Einsicht dass Lesen lernbar ist, geht es letztlich für beide Seiten darum, noch selbstbewusster in ihrem eigenen Können zu werden. Es geht um die Entwicklung grundlegender Fähigkeiten im sozialen Miteinander. Darum, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und im Umgang mit Menschen sicherer zu werden.

Der sensible und geduldige Umgang der Schüler miteinander stellt eine Herausforderung dar, nicht zuletzt da einige Förderschüler älter sind als ihre Lesepaten. Hemmungen auf beiden Seiten müssen abgebaut und überwunden und eine Vertrauensbasis geschaffen werden. Umso wichtiger ist daher, dass mit Unterstützung von Rektor Klaus Diesmar der Einsatz der Lesepaten nach den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Schülers gestaltet werden kann. Nach jeder Sitzung treffen sich Rektor Diesmar und die Lesepaten zum unmittelbaren gemeinsamen Erfahrungsaustausch, zur Klärung von Fragen, zur Auswahl von geeigneten Materialien sowie Lese- bzw. Lernstrategien. Zum Abschluss ihres Projekts „Soziales Engagement“ organisieren die Lesepaten einen Lesewettbewerb unter den Schülern der Hornenbergschule. Der Ablauf des Wettbewerbs wurde besprochen, Preise sollen verteilt und das Lesen geübter Texte wiederholt werden.

Das Projekt läuft bisher sehr erfolgreich. So können sich einige Lesepaten vorstellen, auch nach Ablauf des Projekts „Soziales Engagement“ weiterhin als Lesepaten an der Hornenbergschule tätig zu sein. Sehr gute Ergebnisse des bisherigen Projekts sieht auch Rektor Diesmar: „Die Lesepaten sind sehr engagiert und nehmen sich alles zu Herzen, was ich ihnen erkläre und sie sind sehr innovativ. Es wäre schon ein wahnsinniges Engagement, wenn sie z.B. für 30 min oder für eine Schulstunde auch nach Ablauf des Projekts weiterhin zu uns kämen. Unsere Schüler haben schon ihre Probleme und ich finde es super, wie die Lesepaten damit umgehen.“

Für ihr außerordentliches Engagement als Lesepaten über das Projekt „Soziales Engagement“ hinaus erhielten Seraina Bödeker und Stefanie Blatter 2009 den Sozialpreis des Fördervereins der Reischach-Realschule.

Elena Hotaki





Adventsfeier für Senioren

Adventsfeier für SeniorenIm Rahmen ihres SE-Projekts bereiteten die beiden Realschüler Lara Maglov und Moriz Krissner die Adventsfeier des Aka-Teams vor.

„Soziales Engagement“ (SE) ist eines der vier themenorientierten Projekte, die zum Regelangebot aller Realschulen in Baden-Württemberg gehören. Die beiden 12-jährigen Schüler der Immendinger Reischach-Realschule Moriz Krissner aus Kirchen-Hausen (7b) und Lara Maglov aus Zimmern (7a), haben sich für ihr SE-Projekt das Aka-Team in Immendingen ausgesucht. Vorige Woche haben die beiden Siebtklässler schon verschiedene Seniorennachmittage mitgestaltet. Dabei haben sie mit den Klienten gebastelt, gemalt, sie zu gymnastischen Bewegungen zu moderner Musik animiert und sie haben einiges aus dem Leben Senioren erfahren. Auch bei der Adventsfeier trugen die Schüler dazu bei, dass die 58 Klienten einige unterhaltsame und vergnügte Stunden erlebten. Gisela Amato, die beim Aka-Team für die Seniorennachmittage und für die Betreuung der Klienten zuständig ist, ist mit den Schülern zufrieden: „Sie gehen sehr nett mit den älteren Menschen um, die sich immer sehr freuen, wenn die beiden kommen und sich mit ihnen beschäftigen“, lobte Amato. In den nächsten Monaten, das Projekt der Schüler geht noch bis April 2010, möchte Amato jeweils einen der Praktikanten zu ihren Betreuungsklienten mitnehmen. Insgesamt 20 Stunden müssen die Realschüler für ihr SE-Projekt nachweisen. Darüber hinaus müssen sie einen Ordner führen, in dem sie die Tage schriftlich dokumentieren. Das themenorientierte Projekt „Soziales Engagement“ hat das Ziel, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen zu wecken und zu fördern.

Den beiden „Praktikanten“ macht die Arbeit viel Spaß. „Die Senioren sind echt nett und wir haben viel von ihnen erfahren, wie es früher so war“, erklärte Moriz Krissner. So erzählten ihnen die Senioren zum Beispiel, wie sie selber aufgewachsen sind und wie es früher während des Krieges war.

Ab dem kommenden Jahr, so erklärte die Leiterin des Aka-Teams Andrea Berling dem SÜDKURIER, können eigene Fachkräfte ausgebildet werden, denn Mitarbeiterin Regina Gebhart hat die dafür benötigte Fortbildung zur Praxisanleiterin erfolgreich absolviert. „Die schulische Ausbildung findet in der Altenpflegeschule Geisingen statt“, informierte Berling, die die Spezialausbildung zum Wundmanager ablegte. Mitarbeiterin Janine Kuhl hat in einer Fortbildung das Zertifikat für Heimbeatmung erhalten.

Christina Fröhlin, SÜDKURIER 07.12.2009



Schulsanitäter

Seit dem Schuljahr 2004/2005 gibt es an der Realschule unter anderem vier so genannte Themenorientierte Projekte und eines davon heißt „Soziales Engagement“. Es ist ein fächerübergreifendes Pflichtprojekt mit 72 Stunden innerhalb eines Schuljahres. In diesem Jahr haben sich sieben Schüler der beiden siebten Klassen bei ihrem SE-Projekt dafür entschieden, sich zu Schulsanitätern ausbilden zu lassen. „Wir wollten etwas machen, was auch ein wenig von Dauer ist und nun können wir bis zur zehnten Klasse unseren Mitschülern im Notfall mit Rat und Tat zu Seite stehen“, erklärte Leonie Zeller den Grund für die Schulsanitäterausbildung.
Viel Spaß hatte es ihnen gemacht und auch ihre Ausbilderin Karin Glocker vom DRK Tuttlingen zeigte sich sehr erfreut darüber, mit welcher Begeisterung die Siebtklässer dabei waren. Neben der praktischen Ausbildung galt es aber auch viel Theoretisches zu lernen und alles in einem Ordner ordentlich zu dokumentieren. „Davon waren die Schüler zwar nicht ganz so begeistert, doch auch dies gehört zum Projekt“, informierte Lehrer Josef Hofbauer. Auch diese sieben Schüler, Emin Aydin, Pascal Doser, Dominik Friedlin, Maximilian Müller, Dominik Weißer, Geritt Winkler und Leonie Zeller, haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und neben einem Testat, das dem Zeugnis beigefügt wird, erhielten sie gestern einen Erste-Hilfe-Koffer, der ihnen von Michael Walch, Bezirksgeschäftsführer der Barmer Schulsanitäter RSIErsatzkasse, überreicht wurde. Kienzle dankte für die Spende und freute sich, dass nun wieder sieben Schulsanitäter bei Bedarf zur Verfügung stehen.

Sieben Schüler haben sich im Rahmen des SE-Projekts von Karin Glocker, Ausbilderin beim DRK Tuttlingen, zu Schulsanitätern ausbilden lassen und erhielten vom Bezirksgeschäftsführer der Barmer Ersatzkasse Tuttlingen, Michael Walch einen Erste-Hilfe-Koffer.
Christina Fröhlin, SÜDKURIER 11.09.2009





Sympathie auf Gegenseitigkeit

Soziales Engagement

Mit Arbeiten für und mit Senioren, das haben sich die beiden Schüler der Immendinger Realschule, René Nitsch und Lorenz Warmuth, für ihr themenorientiertes Projekt „Soziales Engagement“ ausgesucht, wie hier bei der Adventsfeier des Aka-Teams Immendingen.

„Soziales Engagement“ (SE) ist eines der vier themenorientierten Projekte, die zum Regelangebot aller Realschulen in Baden-Württemberg gehören. Die beiden Schüler der Klasse 7b, René Nitsch und Lorenz Warmuth, haben sich für ihr SE-Projekt das Aka-Team in Immendingen ausgesucht. In der vergangenen Woche haben die beiden 13- und 14-jährigen Jungen mit dazu beigetragen, dass die Klienten des Aka-Teams bei ihrer Adventsfeier einige unterhaltsame und vergnügte Stunden erlebten. Sie spielten Musikstücke auf dem Saxophon vor und machten beim Krippenspiel mit. Schon seit einigen Monaten sind die beiden Schüler bei den Seniorennachmittagen, die einmal im Monat stattfinden, gern gesehene Gäste, die mit den Senioren verschiedene Spiele und Bastelarbeiten machen. Auch das Schaufenster der Pflegestation in Immendingen haben die beiden Jungen weihnachtlich dekoriert und auch die Krippe aufgestellt. Gisela Amato, die beim Aka-Team für die Seniorennachmittage zuständig ist, ist ganz begeistert von den engagierten Jungen.

„Die beiden Schüler gehen sehr nett mit den älteren Menschen um, die sich immer sehr freuen, wenn die beiden kommen und sich mit ihnen beschäftigen“, lobte Amato die Realschüler, und wies darauf hin, dass sie auch schon bei einem älteren Mann mitgeholfen haben, die Wäsche aufzuhängen und zu fegen. Die Sympathie beruht laut den Realschülern auf Gegenseitigkeit. „Die Senioren sind echt nett und wir haben viel von ihnen erfahren, wie es früher so war“, erklärte der 14-jährige Lorenz Warmuth. So erzählten ihnen die Senioren, wie sie selber aufgewachsen sind, dass sie zum Teil sehr arm waren und ihren Eltern aufs Wort parieren mussten. Rund 20 Stunden müssen die Realschüler für ihr SE-Projekt nachweisen und einen Ordner führen, der dann benotet wird. Die Leiterin des Aka-Teams, Andrea Berling, ist auch sehr zufrieden mit den beiden ehrenamtlichen Helfern.

Das themenorientierte Projekt „Soziales Engagement“ hat das Ziel, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen zu wecken und zu fördern. Für die Realschüler bedeutet dies, eigene Stärken und Schwächen kennen zu lernen, ihre Kommunikationsfähigkeit zu erweitern, ihre Teamfähigkeit zu verbessern und dadurch Verhaltenssicherheit zu erwerben und die eigene Sozialkompetenz zu stärken.

Christina Fröhlin (SÜDKURIER), 15.12.2008



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