Bananenverkauf

Entstanden war die Idee für den Bananenverkauf bei einem Besuch der Schüler im „Weltladen“ in Tuttlingen. Spontan erklärten sich die jungen Leute bereit, selbst solche fair gehandelten Bananen zu verkaufen. Vorbereitet hatte Realschullehrerin Sabine Zapf die Thematik im Rahmen des Religionsunterrichts in den Klassen sechs und zehn.

Sie selbst sei schockiert gewesen, in Dokumentarfilmen zu sehen, wie die Flugzeuge mit den stark wirksamen Spritzmitteln über Bananenplantagen und gleichzeitig über die Arbeiter in diesen Plantagen fliegen, so Sabine Zapf. Zusätzlich zur Ausbeutung müssen die Menschen in diesen Dritte-Welt-Läden auch noch mit den durch die Gifte verursachten Krankheiten fertig werden. Anlass genug, duBananenverkaufrch den Verkauf fair gehandelter Waren zumindest einen kleinen Beitrag dafür zu leisten, dass die schwere Arbeit der Kleinbauern etwas gerechter bezahlt wird.

In Zusammenarbeit mit der Organisation „BANAfair“ kümmerte sich Sabine Zapf um die Beschaffung der ungespritzten Früchte. 100 aus dem südamerikanischen Staat Ecuador stammende Bananen wurden von Schülern der Klasse 6a in der großen Pause verkauft, das Stück für 40 Cent. Die Aktion war ein großer Erfolg und das Kontingent sofort vergriffen. Von dem Geld fließt nun kein einziger Cent an Schule oder Schüler, sondern die komplette Summe wird weitergegeben. Letztlich hat das Projekt nun nicht nur allen Beteiligten mehr Wissen vermittelt, sondern auch Freude gemacht, die von der Immendinger Realschule ein Stück weit ins ferne Ecuador ausstrahlt.

J. Freudig, SÜDKURIER


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