Die Ehemaligen heute - Was ist aus ihnen geworden?



Wissensdurst: Das TG macht richtig Spaß
Gränzbote / Heuberger Bote /Trossinger Zeitung 11.03.2011




Premieren: Pioniere starten ins Ausland
Gränzbote / Heuberger Bote /Trossinger Zeitung 03.03.2011




Auszeichnung für Forscher

Auszeichnung für Armin ScherzingerHattingen (wf) Der Hattinger Diplom Ingenieur (FH) Armin Scherzinger wurde bei der 80. Jahrestagung der Paläontologischen Gesellschaft in München für seine hohen Verdienste um die Paläontologie mit der Karl Alfred von Zittel-Medaille ausgezeichnet.

Der
aus Hattingen stammende Diplom Ingenieur (FH) Armin Scherzinger wurde in München für seine Verdienste um die Paläontologie mit der Karl Alfred von Zittel-Medaille ausgezeichnet.

 

Der besondere Stellenwert der Ehrung liegt darin, dass die verliehene Medaille die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet ist, die in Deutschland erreicht werden kann. Armin Scherzinger wurde diese Auszeichnung bereits im Alter von 38 Jahren zu Teil, was eine Ausnahme darstellt.

Angeregt von dem Fossilien sammelnden Pfarrer Josef Keller interessierte sich Armin Scherzinger schon ab seiner Jugend für Fossilien, vor allem für diejenigen aus seiner Heimat, dem Gebiet der Oberen Donau und des nördlichen Hegaus. Schon vor nahezu 20 Jahren kam ein sehr enger und nachhaltiger Kontakt mit dem Naturkundemuseum in Stuttgart zu Stande. Neben Schule und Studium arbeitete sich der heute beim Landratsamt Ludwigsburg wirkende Landschaftsarchitekt und -planer in die Ammonitenfaunen des Oberen Weißjura ein. Waren bis in die 1990er Jahre aus der jüngsten Formation des Schwäbischen Oberjura nur einige Dutzend Einzelstücke an Ammoniten bekannt, konnte er die Zahl der Belege inzwischen vervielfachen. Aus dem Gebiet umfasst seine Spezialsammlung etwa 8000 Exponate, was wohl die größte Privatsammlung auf diesem Gebiet darstellt.

Tertiäre Wirbeltierreste kamen als weiterer Sammlungsschwerpunkt hinzu. Armin Scherzinger gewann auf diesem Gebiet für die Wissenschaft neue Erkenntnisse, die inzwischen in über 25 Artikeln in verschiedenen nationalen und internationalen Fachzeitschriften publiziert wurden.

Sein Interesse an den Oberjura-Ammoniten – eine Art trägt sogar seinen Namen – beschränkte sich nicht nur auf seine eigene Heimat. Er steht inzwischen mit Fachkollegen aus Russland, England, Frankreich, Ungarn und Argentinien in Kontakt. Ein Freund von ihm arbeitet beispielsweise an der russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau. Teilweise abenteuerliche Expeditionen führten ihn nicht nur 2600 Kilometer quer durch Zentralrussland, sondern auch zu Fundstätten in Argentinien.

Seine Kenntnisse und Erfahrungen bringt er in nationale und internationale Jura-Arbeitsgruppen ein. Aber auch an der Vermittlung geologisch-paläontologischer Inhalte an die breite Öffentlichkeit hat er sich erfolgreich beteiligt. So tragen die beiden Geolehrpfade von Nusplingen und Steinheim am Albuch seine Handschrift.

SÜDKURIER 24.02.2011




Jahr in Brasilien hat Anja Keller geprägt

Jahr in Brasilien(IMMENDINGEN-HINTSCHINGEN/ipf) Als Anja Keller vor einem Jahr den Rucksack packte, um für ein Jahr in Brasilien als Missionarin auf Zeit zu arbeiten sagte sie. „Ich bin dann mal weg“, und war gespannt darauf, was auf sie zukommen würde. Jetzt ist sie wieder zu Hause angekommen – mit vielen Eindrücken.

Zum Abschied gab es eine Riesenumarmung-(Foto: ipf)


Anja Keller genießt die heimische Küche, den geregelten Alltag die Sauberkeit allerorts, und manchmal kommt es ihr so vor, als sei alles nur ein Traum.

„Das Jahr in Brasilien war einfach unvergesslich und super toll“, sagt Anja Keller. Von den gesammelten Erfahrungen werde sie sicher ihr ganzes Leben zehren können. In der Anfangzeit habe es viele schwierige Situationen gegeben, die gemeistert werden mussten, alleine schon das Sprachproblem. Umso stolzer macht es sie, dass sie heute von sich sagen kann, die portugiesische Sprache fließend zu beherrschen.

Leben, erleben, beleben, ausleben, vielleicht auch „überleben“, all diese Worte verbindet sie mit ihrem Aufenthalt in einem impulsiven, starken und wunderschönen, aber mit immer noch vielen gesellschaftlichen Problemen behafteten Land, in dem man trotz allem Lebensfreude pur begegne, so Anja Keller.

Sie fand viele Freunde, auch unter den Kindern und Jugendlichen, die sie betreute, und das nicht nur wegen ihrer Köpergröße und ihrer blonden Haare. Sie verstand es, mit den ihr Anvertrauten umzugehen, und bei Besuchen in den Familien ihrer Freunde wurde sie sogar mit einem Glas Bier und einem „schön, dass du da bist“ begrüßt.

„Du bist doch meine Mama“

Der Monat Juni, der Festmonat zu Ehren des Sankt Johannes, war für Anja quasi der Beginn ihrer Abschiedesfeste, und die Schüler der Oberstufe nahmen sie in ihre Tanzgruppe auf. Und im eigens geschneiderten Kostüm durfte die Quadrilha mittanzen.

Auch ihren 20. Geburtstag durfte Anja Keller in Brasilien feiern, und alle, die Freunde, die Schwestern die Schülerinnen und Schüler und die Kleinsten im Kindergarten, gratulierten auf ihre Weise. Alle hatten die große Blonde mittlerweile ins Herz geschlossen und das so sehr, dass ein kleines Mädchen zum Abschied meinte: „Aber du darfst doch nicht gehen, du bist doch meine Mama“. Mit jedem der Abschiedsfeste kam auch der Tag der Rückkehr näher. Zusammen mit Theresa, einer deutschen „Malerin“ die in Paraguay war, und mit der sie auch die Ferien im Juli verbrachte, saß sie dann nach einem Jahr Brasilien wieder im Flugzeug nach Frankfurt, wo beide von ihren Familien erwartet wurden.

Schwäbische Zeitung Online 08.10.2010




Junge Geisinger in Mexiko

Geisingen – Die 19-jährige Geisingerin Anna Theresa Degen Junge Geisingerin in Mexikoflog am Freitag nach Mexiko. Elf Monate lang wird sie im Bundesstaat Michoacán im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes an einer Grund- und Mittelschule tätig sein.

Abschied nehmen nach vielen organisatorischen Arbeiten hieß es für Anna Theresa Degen von Familie und Freundinnen. Unser Bild zeigt vorne von links Carina Bertsche und Anna Theresa Degen, hinten Sarah Becker und Saskia Loleit. Bild: Haug


Die 19-Jährige hat kürzlich ihr Abitur an den Mettnauschulen in Radolfzell (Sozialpädagogisches Gymnasium) abgelegt und will vor ihrem Studium etwas von der Welt sehen und sich sozial engagieren.

Spanisch hatte sie einige Jahre in der Schule gelernt, vor dem Besuch der Mettnauschule war sie in Immendingen an der Realschule. Bei der Suche nach einer Aufgabe im Ausland kam Degen auf zwei Organisationen. Einmal „weltwärts“, ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert und gefördert wird, und zum anderen die „igd“, die internationale Jugendgemeinschaftsdienste. Dahinter verbirgt sich eine der ältesten und größten Freiwilligendienst-Organisationen in Deutschland. Sie ist die eigentliche Entsendeorganisation, die wiederum von weltwärts anerkannt ist. Die Kosten dieses Freiwilligendienstes werden zu 75 Prozent vom Bundesministerium übernommen, die Organisation erwartet von den Freiwilligen, dass sie für die Finanzierung des letzten Viertels einen Förderkreis aufbauen und sich um den Rest, es handelt sich immerhin um einen Betrag von 1650 Euro, selbst kümmern. Schon zweimal war Anna Theresa vor der großen Reise auf einwöchigen Vorbereitungsseminaren in Göppingen.

In Michoacán wird sie an einer Grund- und Mittelschule den Kindern Englisch unterrichten. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe, auf die Menschen und die Kultur in Mexiko. Wo sie genau eingesetzt wird, ist noch nicht klar. Und vor dem Abflug hieß es noch vieles zu regeln. Und vom großen Freundeskreis galt es sich zu verabschieden. Immer wieder in den letzten Tagen fanden kleine Abschiedsfeten in der Mohrengasse statt, die letzte mit den Freundinnen Carina, Sarah und Saskia am Abend vor der endgültigen Abreise. Am Freitagmorgen folgte der endgültige Abschied von den Eltern, Judith und Rolf sowie Bruder Johannes ehe der Flieger abhob.


Paul Haug, SÜDKURIER 06.09.2010



Christian Keller ist schon Professor

 

Christian Keller ist schon ProfessorGeisingen/Gutmadingen (ph) Es gibt Personen und Persönlichkeiten, auf die eine Gemeinde und Region stolz sein kann und darf. Im Bereich der verstorbenen bekannten Persönlichkeiten, die teilweise in Gutmadingen ihre Kindheit verbrachen oder Gutmadinger Wurzeln haben, sind hier Felix Wankel, Kardinal Bea oder Professor Dr. Siegfried Bader zu nennen. Nun hat Gutmadingen einen der jüngsten Professoren Deutschlands, Christian Keller.

 

 

Christian Keller aus Gutmadingen ist mit 31 Jahren schon Professor.

Bild: Haug

 

Der 31-jährige Prof. Dr. Christian Keller lehrt und forscht seit wenigen Wochen an der SRH-Hochschule in Heidelberg. Die SRH-Hochschule (Stiftung Rehabilitation Heidelberg) ist die älteste und zugleich größte private Hochschule Deutschlands. Keller lehrt und forscht im Master-Studiengang Sportmanagement an der Hochschule. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Restrukturierung und Tumaround-Managment, strategisches Management, Corporate Finance sowie Vermarktung (vorwiegend Sponsoring). Keller erhielt die Professoralisierungsurkunde von Hochschulrektor Professor Jörg Winterberg. So wie die Auszeichnung von Keller bei der Promotion vor zwei Jahren war „magna cum laude“ – mit großem Lob als besonders anzuerkennende Leistung die Prüfungen von Schule, Studiengänge. Neben Schule und Studiengängen blieb Keller seinem Hobby treu, dem Fußball. Im Fußball und Sport dreht sich eben mehr als nur alles um den Ball. Viele der Prüfungen von der Realschule, Wirtschaftsgymnasium, zahlreiche Studiengänge, Diplomarbeit, Promotion. Immer stand Christian Keller im Rampenlicht unübersehbar nicht nur aufgrund seiner Größe, sondern von seinen Leistungen. Preise, Auszeichnungen für die Prüfungen, die eins vorne, und dahinter oft auch die null. Einem dem das Lernen leicht fiel. Fußball kann er nicht mehr spielen aufgrund einer Verletzung, er hat Tuttlingen trainiert, vor zwei Jahren sprang er in Gutmadingen als Trainer ein, um seinen Heimatverein zu unterstützen. Inzwischen hat er sämtliche Fußball-Trainer-Lizenzen und ist Mitglied im Bund Deutscher Fußball-Lehrer und kann auch Trainerreferenzen von höherklassigen Mannschaften vorweisen. Vor zwei Jahren begann er eine Tätigkeit als Senior Consultant mit Projektleitungsverantwortung für die actori GmbH in München. Trotz all seiner Erfolge blieb er bodenständig. Immer wieder besucht er seine Heimat Gutmadingen. Für seine Familie und seine Freunde bleibt er der Christian, ein Kumpel und ein Freund. So will er es auch.

 

Paul Haug, SÜDKURIER 25.08.2010



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